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Kitrazza auf einen Blick
Nun ist KITRAZZA leider schon wieder vorbei. Hier findet Ihr die Bilder der 10 heißesten Tage in Dresden.  Viel Spaß beim anschauen und erinnern.

wir sehen uns...
Die wunderschöne Broschüre mit den gesammelten Erinnerungen von 2010 könnt Ihr übrigens in Kürze über unsere Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst bestellen.
 
Was ist KITRAZZA?

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Endlich sind die Bilder 2010 online! und hier gelangt Ihr hin...

Ein riesengroßes Dankeschön an dieser Stelle an Hern Kaiser, der uns für die diesjährige KITRAZZA die wunderschöne Fläche an der Stauffenbergallee neben der Garnisonkirche zur Verfügung gestellt hat!


KITRAZZA

ist ein 14-tägiges Sommerferienangebot für 200 Kinder zwischen 7 und 11 Jahren; eine Kinderstadt in der sie gemeinsam spielen und entscheiden. Hier wird genagelt, gesägt, geschraubt, Eis hergestellt, gebadet, Taxi gefahren, Radio gemacht, getanzt, jongliert, Kupfer geschmiedet, diskutiert; hier werden Kioske betrieben, Briefe gestempelt, Waffeln gebacken, Fußball und Theater gespielt, Ideen gesponnen und Regeln entschieden...wie in einer großen Stadt. Trotzdem spielen die Kinder in KITRAZZA nicht das Leben der Erwachsenen nach. Vielmehr finden und erfinden sie eigene Institutionen, Regeln und Lösungen und schaffen sich so eine Welt, die voll auf ihre Erfordernisse und Neigungen ausgerichtet ist - so bunt und vielseitig wie möglich, mit soviel Aushandlung und Abstimmung wie nötig.

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KITRAZZA entsteht jedes Jahr neu; aus Zelten, Containern und Pavillons; jeweils in einem anderen Stadtteil und unter neuen Bedingungen. Sie besteht aus allen wesentlichen Elementen und ist mit allen notwendigen Materialien ausgestattet, die kleine Stadtbauerinnen und Stadtbauer brauchen, um am ersten Ferientag so richtig los zu legen. Im großen RAZ-Zelt, dem Parlament der Kinderstadt, kommen die Kinder täglich zur Versammlung zusammen und treffen gemeinsam alle Entscheidungen, die ihre Stadt betreffen. Bei alldem werden sie von erwachsenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt. Aufgebaut wird KITRAZZA auf "der grünen Wiese"; mitten im Stadtteil und doch vor den neugierigen Blicken der Erwachsenen geschützt. Für die ist der Zutritt nicht gestattet.

 

Querdenker, Weltenentwickler und die andere Form des Konstruktivismus

Habe soeben eine sehr schönen Termin mit Herrn Perschnik von der gleichnamigen Schlosserei gehabt. Herr Perschnik ist ein mittelalterlicher Herr, der seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts (oder besser Jahrtausends?) eine Schmiede in Form eines Familienunternehmens betreibt. Ein Mann mitten aus dem Leben - so wie Du und ich.
Ich habe ihm viel von KITRAZZA und der Idee der Stadt und der Beteiligung und Selbsterfahrung von Kindern erzählt - im gleichen Atemzug berichtete er mir von seiner Tätigkeit in der Schmiede, von seine Kursen in der Jugendkunstschule, den hohen Stahlpreisen und der Vorliebe der Kinder zum Spiel mit dem Feuer und natürlich dem gockeln... Er frage nach dem Chef vom Hygienemuseum und nach der Versicherung und er hatte ganz beiläufig eine Idee - und die geht so:

Schmieden mit Feuer? Eine Schmiede braucht Feuer und natürlich weiß der Fachmann, dass es heiß sein muss, sehr sehr heiß. Ich fragte Herrn Perschnik nach seiner Feldschmiede. Ein Tisch mit Feuermulde und Blasebalg, ein Amboss und natürlich entsprechende Hämmer und anderes Schlagwerk. Und Herr Perschnik hatte Bedenken, nicht wegen der Versicherung, nein, Bedenken wegen der hohen Professionalität, die ein solches Feuer allen Beteiligten abverlangt. Und er erzählte mir von seinen Anfängen der Schmiedekunst und wie er eine Feuerschale mit einem alten Staubsauger kombiniert hat und dass es funktionierte...

Er versprach mir im Gespräch, mich mit Amboss, Zange und Hammer auszurüsten. Er will noch nach einer alten Feuerschale suchen. Und er nahm mir das Versprechen ab, mit den Kindern die Entstehung des heißen Feuers zu erforschen und zu schauen, wie viel Luft man in die Kohle blasen muss, um danach den Stahl auch biegen zu können.

Ich danke Herrn Perschnik für diesen ganz doll lichten Moment. Er hat mir wieder mal gezeigt, dass wir Erwachsenen KIMAs um die Ecke denken müssen, um nicht alle Bereiche und alle Dinge den Kindern vorgefertigt vor die Nase zu setzen sondern den Weg zum Ziel zu machen und Dinge gemeinsam zu erforschen. Wir bauen KITRAZZA - baust Du mit?

PS.: Ein riesen Dank an alle "Umdieeckedenker" und natürlich an alle die es noch werden wollen!

KITRAZZA liegt auf einem Hügel und wenn man dahin will, muss man nicht ins Tal sondern hoch - das kostet. In alle erster Linie Energie. Und Ideen natürlich. Und Rückschläge. Oft.  Aber wenn man von KITRAZZA zurück auf die Stadt sieht, dann geht es bergab und dann wird es fast automatisch leichter und leichter...

 

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