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Weltspieltag 2011

STATT SPIEL PLATZ

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Mein Spielplatz hat vier Mauern und drum herum einen Zaun, eine Rampe führt hinein und kleine Bäume wachsen dort auf saftigem Grün - manchmal gibt es Orte, die laden direkt zum träumen und Ideen spinnen ein. Das Wiener Loch ist ein solcher Orte: Ein Loch oder doch ein Haus? Ein Park. Ein Schwimmbad? Ein Ort für seltene Pflanzen und Tiere? Oder eben ein Spielplatz. Auch wenn einige Ideen unrealistisch sind, eins haben alle gemein: Die Überlegung was aus Dresdens teuerster Baugrube einmal werden soll.

Titel

Der Weltspieltag ist ein Aktionstag, mit dem Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene auf ihr Recht auf freies Spiel aufmerksam machen. Unter dem Motto „STATT – SPIEL – PLATZ“ weisen wir gemeinsam mit vielen Dresdner Institutionen darauf  hin, dass es in der Dresdner Innenstadt an Spielräumen fehlt. Ein Spielraum ist ein Ort, wo ich Ballspielen kann und wo ich in der Wiese liegen kann, ein Ort der Raum lässt für Spielideen. Auf einer Schaukel kann ich schaukeln, aber dort wo die Schaukel steht, ist Ballspielen meist verboten. Ein Spielraum hingegen lässt Platz für alle, für die Kleinen und die Großen.

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Mitten in der Stadt ist ein Loch, ein teures Loch. Bäume wachsen dort auf saftigem Grün. Das Wiener Loch bewegt die Dresdner, aber wer bewegt das Wiener Loch?

Die Projektschmiede im Kulturbüro Dresden, die Macher der Dresdner KinderTraumZauberStadt KITRAZZA und viele Dresdner Initiativen und Vereine luden alle kleinen und großen Leute dazu herzlich ein. Mit lustige und kreative Aktionen wurden die Passanten und Besucher zum Mitmachen und Nachmachen der Ideen eingeladen. Spannende Aktionen fanden am 28. Mai direkt auf dem Wiener Platz zwischen Kugelhaus und Prager Straße statt: Schräges Tischtennis wurde gespielt, Bälle aus Stoffresten und Papier wurden gebastelt und konnten vor Ort in einer Riesenmurmelbahn oder im Fußballfeld getestet werden. Spielschilder wurden gebaut und mittels Straßenmalkreide entstanden traumhafte Spielräume. Zum Abschluss wurde eine große Bewegungsbaustelle in Betrieb genommen.

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Zum Hintergrund: Vorangegangen ist der Aufruf des Deutschen Kinderhilfswerkes (DKHW) zum diesjährigen Weltspieltag öffentliche Plätze und Straßen zu bespielen, um spielenden Kindern wieder einen gesellschaftlichen Platz einzuräumen und mehr Toleranz für Kinderspiel zu fordern. Gespielt wird zeitgleich in über 70 Städten im gesamten Bundesgebiet. Es geht dabei nicht immer um teuer und aufwändig gestaltete Spielplätze, ein Spielraum kann auch eine Baulücke sein, in der freies und unbeobachtetes Spiel möglich wird. Kinder brauchen anregende, veränderbare, kindgerechte und überschaubare Plätze. Damit sind nicht nur Spielplätze gemeint sondern auch die versteckte Ecke im Innenhof, die alte Eiche an der Straßenecke und der Schuppen beim Nachbarn. Wie kinderfreundlich ist unsere Innenstadt? Welchen Platz räumen wir unserer jungen Generation ein? In Dresdens Innenstadt fehlt dieser Platz für Kinder. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2006 zeigt gerade in der Innenstadt einen eklatanten Mangel an Flächen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Viele Flächen wurden und werden zugebaut, andere wiederum ergeben sich in endlosen und unüberschaubaren Weiten.

 

Folgende Mitspieler waren 2011 dabei: Cyber4Kids, JugendInfoService Dresden, Kinderstraßenbahn Lottchen - Jugendamt Dresden, Kindertreff JOJO - Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Dresden e.V., Kindervereinigung Dresden e.V., Outlaw gGmbH, Kinder- und Jugendhaus im EMMERS, Mobile Arbeit Friedrichstadt, Spielmobil Wirbelwind, MalLokal e.V., Felix Liebig, Kultur!ngenieur,Royal Rangers Stammposten 240, Stadtjugendring Dresden e.V., SPUNK, UNICEF AG Dresden, Kulturbüro Dresden